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Google-Bewertungen

Google-Bewertung wurde nicht gelöscht: Was Sie jetzt tun können

Sie haben eine Bewertung gemeldet – und sie ist immer noch da. Das ist der häufigste Moment, in dem sich Unternehmen bei uns melden. Eine Ablehnung durch Google ist aber kein Endpunkt: Sie bedeutet nur, dass Google bei seiner Prüfung keinen Richtlinienverstoss festgestellt hat. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie den Status richtig lesen, den Einspruch nutzen und wann der rechtliche Weg in Frage kommt.

Redaktion Bewertungsanwalt · aktualisiert am · allgemeine Information, keine Rechtsberatung

Inhaltsverzeichnis

Wurde die Meldung abgelehnt oder ist sie noch in Prüfung?

Unterscheiden Sie zwischen «noch in Prüfung», «abgelehnt» und «entfernt». Der Status ist im Tool zur Verwaltung von Rezensionen sichtbar. Solange die Prüfung läuft, bringen weitere Meldungen nichts.

Viele Unternehmen melden eine Bewertung und schauen nach zwei Tagen wieder ins Profil. Ist sie noch sichtbar, wird erneut gemeldet – oft von mehreren Konten. Das verzögert nichts in Ihrem Sinn, sondern erschwert die Nachvollziehbarkeit. Dokumentieren Sie stattdessen Datum und Grund Ihrer Meldung und warten Sie den Status ab.

Warum lehnt Google Meldungen ab?

Meist, weil Google keinen Verstoss gegen seine Richtlinien erkennt. Häufige Ursachen sind ein unpassender Meldegrund, ein Inhalt, der formal wie eine echte Kundenerfahrung aussieht, oder ein Problem, das eher rechtlicher Natur ist – etwa eine unwahre Tatsache.

Häufige Ablehnungsgründe und sinnvolle Reaktion
UrsacheWas das bedeutetSinnvolle Reaktion
Unpassender MeldegrundGoogle prüft nur den gewählten GrundEinspruch mit präziserem Grund prüfen
Bewertung wirkt wie echte ErfahrungGoogle schlichtet keine TatsachenstreitigkeitenInterne Prüfung dokumentieren; rechtliche Prüfung erwägen
Unwahre TatsachenbehauptungKein klassischer RichtlinienverstossRechtliche Beanstandung nach Art. 28 ZGB prüfen
Zulässige negative KritikBewertung ist voraussichtlich legitimSachlich antworten, Prozesse verbessern

Wie funktioniert der Einspruch?

Nach einer abgelehnten Meldung bietet Google im Tool zur Verwaltung von Rezensionen grundsätzlich die Möglichkeit, einmal pro Rezension Einspruch einzulegen (gemäss Google-Hilfe, Stand Oktober 2026). Der Einspruch wird erneut geprüft; eine weitere Instanz innerhalb von Google gibt es danach in der Regel nicht.

Weil der Einspruch grundsätzlich einmalig ist, sollte er nicht reflexartig eingelegt werden. Prüfen Sie vorher, ob ein anderer Richtliniengrund besser passt und ob Sie zusätzliche Informationen haben, die den Verstoss belegen – etwa eine Häufung ähnlicher Bewertungen oder einen dokumentierten fehlenden Kundenkontakt.

Welche neuen Informationen können helfen?

Neue Informationen sind etwa weitere Bewertungen desselben Profils, eine zeitliche Häufung, ein erkennbarer Zusammenhang zu einem Mitbewerber oder einem Arbeitskonflikt oder die dokumentierte interne Prüfung ohne Treffer. Blosse Wiederholung derselben Argumente hilft nicht.

  • Profilverlauf: Bewertet das Konto auffällig viele Betriebe derselben Branche oder einen direkten Mitbewerber positiv?
  • Zeitliche Muster: Kamen mehrere ähnliche Bewertungen innert Stunden oder Tagen? Siehe Review Bombing.
  • Inhaltliche Widersprüche: Leistungen, Produkte oder Personen, die es im Betrieb nicht gibt.
  • Interne Prüfung: welche Systeme wurden geprüft, mit welchem Ergebnis? Siehe Bewertung ohne Kundenkontakt.

Wann kommt eine rechtliche Prüfung in Frage?

Eine rechtliche Prüfung ist sinnvoll, wenn die Bewertung konkrete unwahre Tatsachen enthält, Personen herabsetzt, Personendaten offenlegt oder aus einem Wettbewerbs- oder Arbeitskonflikt stammt. Sie stützt sich auf Schweizer Recht, nicht nur auf die Google-Richtlinien.

Plattformen bieten für rechtliche Beanstandungen eigene Wege. Eine rechtlich begründete Beanstandung muss darlegen, welche Aussage aus welchem Grund widerrechtlich ist. Bei Bewertungsanwalt.ch übernimmt das das interne Legal Team, je nach Sachverhalt unter Einbeziehung in Deutschland zugelassener Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte aus dem Anwaltsnetzwerk. Google entscheidet weiterhin selbst; verbindlich durchsetzbar ist ein Anspruch letztlich nur gerichtlich. Mehr: Google-Bewertung anfechten.

Was sollten Sie nach einer Ablehnung nicht tun?

Nicht mehrfach über verschiedene Konten melden, nicht die bewertende Person bedrängen, keine Gegenbewertungen organisieren und in der öffentlichen Antwort keine Kundendaten nennen. Solche Reaktionen können gegen Richtlinien oder Recht verstossen und die Situation verschärfen.

Auch eine wütende Antwort auf die Bewertung ist riskant: Sie bleibt öffentlich sichtbar und prägt den Eindruck potenzieller Kundschaft oft stärker als die Bewertung selbst. Eine kurze, sachliche Antwort ohne Details ist fast immer die bessere Wahl.

Ist die Bewertung vielleicht einfach zulässig?

Das kann sein – und es ist wichtig, das ehrlich zu prüfen. Sachliche Kritik einer echten Kundin oder eines echten Kunden bleibt zulässig, auch wenn sie schmerzt. Dann ist eine gute Antwort wirksamer als jede weitere Meldung.

Eine kostenlose Ersteinschätzung sagt Ihnen auch, wenn wir keine realistische Grundlage sehen. Dafür berechnen wir nichts. Mehr dazu: Negative Google-Bewertung löschen lassen.

Häufige Fragen

+Kann ich eine abgelehnte Bewertung erneut melden?

Technisch ist eine erneute Meldung teils möglich, sie führt aber selten zu einem anderen Ergebnis. Sinnvoller ist ein gezielter Einspruch oder eine rechtliche Prüfung.

+Gibt es nach dem Einspruch weitere Möglichkeiten bei Google?

Innerhalb des Standardprozesses in der Regel nicht. Daneben bestehen rechtliche Meldewege und letztlich der Gerichtsweg nach Schweizer Recht.

+Warum ist eine offensichtlich falsche Bewertung noch online?

Google prüft Richtlinienverstösse, nicht den Wahrheitsgehalt von Schilderungen. Unwahre Tatsachen sind eher ein Fall für eine rechtliche Beanstandung.

+Kostet die Ersteinschätzung nach einer Ablehnung etwas?

Nein. Die Ersteinschätzung ist kostenlos; berechnet wird nur pro erfolgreich entfernter Bewertung gemäss Preisstaffel.

Quellen

Konkrete Bewertung prüfen lassen

Kostenlose Ersteinschätzung. Google entscheidet über die Entfernung – wir sagen Ihnen vorher ehrlich, ob eine Prüfung sinnvoll ist.

Fall kostenlos prüfen lassen
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